Jüdisches Magazin für Politik und Kultur

UNS SCHMEICHELT
dass gleich zwei Geschichten aus der letzten NU-Ausgabe von anderen Zeitschriften übernommen wurden. Unter dem Titel „So erlebte eine jüdische Familie in Wien den Sechstagekrieg und den Sieg Israels“ hat der Kurier den Artikel von Martin Engelberg „Der Sechstagekrieg in Wort und Bild“ veröffentlicht. Das wöchentlich erscheinende serbische Nachrichtenmagazin NIN, das in Belgrad herausgegeben wird, hat das Interview von Ida Salamon mit Oscarpreisträger Branko Lustig unter dem Titel „Ich habe vergeben, aber nicht vergessen“ publiziert.

WIR BEGRÜSSEN
dass das Jüdische Museum Wien das „FVJUS Männerkollektiv“ und andere AG-WhatsApp-Insider-Gruppen aufgrund ihrer antisemitischen Postings zu einem nachhelfenden Workshop zu jüdischer Religion, Kultur und Geschichte einlädt. Direktorin Danielle Spera betont, die Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter hätten zwar auch zu den anderen von der Gruppe behandelten Themen etwas zu sagen, würden sich bei dem Workshop aber auf ihr Kernthema und ihre Kernkompetenz beschränken. Das Jüdische Museum Wien sei davon überzeugt, dass ein solcher Kurs nicht schaden könne.

WIR LESEN
eine Kriminalgeschichte aus Wien von NU-Autor Peter Weinberger. Der Hund der Frau Wondrak erschien im Österreichischen Literaturforum mit Illustrationen von Julia Logothetis. Wie auch in seinen früheren Büchern benützt Weinberger die alte Rechtschreibung. Ein Auszug: „Eines Tages in der Früh, als er gerade im Begriff ist, langsam über den Max Winter- Platz heimzugehen, bemerkt er vor der Konditorei am Park den Hund von der Frau Wondrak auf sie wartend sitzen. Der vor sich hin jaulende Hund tut ihm leid. Resolut betritt er die Konditorei mit einem lauten ,Gutn Morgn, Frau Wo..‘, aber stockt sofort, denn die bewußte Frau Wondrak ist offenbar nirgendwo im Geschäft zu sehen.“

WIR HÖREN
eine CD mit dem Titel Muzik, herausgebracht von Roman Grinberg. Unsere Freude gilt nicht nur der wunderbaren Musik, die er gemeinsam mit „KlezMetropol“, dem „Chamber String Quartet“ und „Bessarabian Taraf“ spielt, sondern auch den jiddischen Texten, die im Begleitheft ins Deutsche übersetzt sind. Probe gefällig: „Ikh bin a zinger, a muzikant. Ikh bin a klezmer, ikh bin an muzikant, die gantse velt iz mir bakant. Klezmorim shpiln, klezmorim zingen, un naye lider veln far aykh derklingen“.