Jüdisches Magazin für Politik und Kultur

Der jüdische Fußball ist tot – es lebe der jüdische Fußball

Österreichs Fußball wurde nachhaltig von Juden geprägt. Aber der jüdische Fußball wurde hierzulande immer auch verfolgt, wie alles Jüdische. Heute gibt es ihn nicht mehr in Österreich. Aber das fällt wohl nur dem auf, der sich zurückerinnert.

Wenn der gregorianische Choral jüdisch wäre

Was heißt Judentum und Jüdisch-Sein? Und wie hat Bruno Kreisky die Art und Weise, wie in Österreich über Juden gesprochen und gedacht wird, mit beeinflusst? BARBARA TÓTH bat den Politologen ANTON PELINKA und NU-Mitherausgeber MARTIN ENGELBERG zu einem Streitgespräch.

Nachdenken über ein Tabu

Bruno Kreisky, Jörg Haider und die österreichische Identität – was hat das miteinander zu tun? Nicht viel, auf den ersten Blick.

Ein Museum, das vieles vergisst

Das Holocaust-Museum in Buenos Aires enttäuscht all jene Besucher, die etwas über die Zeitgeschichte Argentiniens lernen wollen.

Warum Eichmann ausgerechnet nach Argentinien kam – und dort niemand davon reden will

Unter dem Schutz von Präsident Perón konnten sich in den Nachkriegsjahren Dutzende NS-Kriegsverbrecher an den Río de la Plata flüchten. Weil das Bild vom Retter der Arbeiterklasse nicht beschmutzt werden soll, ist dem offiziellen Argentinien dieses Thema unangenehm.

Die Zeitbombe tickt

Die deutsche Linkspartei sollte ihr Verhältnis zum Iran dringend klären. Sie ist auf dem besten Weg, zum Partner der Mullahs zu werden.

Ein Buch als Flaschenpost

Inge Ginsberg hat ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben. Sie erzählt von abenteuerlichen Fluchten vor den Nazis, einer gehörigen Portion Mut und Glück – und einem Leben, in dem es vor allem darum ging: Nicht aufgeben!

Hitlers Frühling kommt nach Wien

Mel Brooks Kultmusical „The Producers“ kommt endlich nach Wien. Wird das Wiener Publikum entspannt über die Hitler-Parodie lachen können?

Der Springer und seine Engel

Sieben Mal – mindestens! – ist Leo Bretholz dem Tod von der Schaufel gesprungen, und damit meine ich: gesprungen. Vom Herbst 1938 bis zum Sommer 1944 war er auf der Flucht vor der Deportation, und immer wieder kam ein Engel daher, der ihm half, ...

Antisemitismus in Wort und Bild

Dass die Österreicher gleich ab dem 13. März 1938 mit so großer Begeisterung dabei waren – und das ganz ohne Befehl – verblüffte selbst die SS. Die Neuauflage des Klassikers „Und keiner war dabei“ belegt den Alltagsantisemitismus in Wien.

Der Waldheim-Reflex und der Fall Josef F.

Als der Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung es wagte, auch den Schatten der Nazizeit im Umgang mit dieser Kriminalgeschichte zu identifizieren, waren sich alle in ihrer empörten Zurückweisung einig.

Anderl von Rinn und Mohammed al Dura

Vor 546 Jahren war die mittelalterliche Welt schockiert, entsetzt, konnte es nicht fassen: Der kleine Tiroler Anderl von Rinn war angeblich von Juden niedergemetzelt worden, um sich sein Blut für rituelle Zwecke zu besorgen.

Über Tatsachen und Prophezeiungen

Der Zwiekommentar von Peter Menasse und Erwin Javor

Den Tempel im Stetl lassen

Wiens Bürgermeister Michael Häupl spricht über Wien als europäisches Zentrum, die geringen Aktivitäten im Gedenkjahr 2008 und über ein „Haus der Geschichte“. Scharf kritisiert er die Bundesregierung, die ihren Verpflichtungen zur Restaurierung der jüdischen Friedhöfe nicht nachkommt.