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Home Jüdisches Leben

EuroLeague-Champion jetzt in Österreich

René Wachtel von René Wachtel
28. Februar 2026
in Jüdisches Leben

Sylven Landesberg bei einem Spiel seines Teams der Dukes aus Klosterneuburg. ©Basketball Austria / M.Filippovits

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Mit der Verpflichtung des 35-jährigen österreichisch-amerikanisch-israelischen Flügelspielers Sylven Landesberg hat der BSL-Klub Dukes Klosterneuburg im Juli 2025 ein sportliches Ausrufezeichen gesetzt. Landesberg, der eine besondere Beziehung zu Österreich hat, ist der wohl prominenteste Spieler in der Geschichte der Basketball-Superliga.

Von René Wachtel und Fabian Gaida

Mit der Verpflichtung des 35-jährigen österreichisch-amerikanisch-israelischen Flügelspielers Sylven Landesberg hat der BSL-Klub Dukes Klosterneuburg im Juli 2025 ein sportliches Ausrufezeichen gesetzt. Landesberg, der eine besondere Beziehung zu Österreich hat, ist der wohl prominenteste Spieler in der Geschichte der Basketball-Superliga.

René Wachtel und Fabian Gaida trafen Sylven beim Training der Dukes im Happyland Klosterneuburg zum Interview.
Sein Großvater – kurz vor Abschluss des Medizinstudiums in Wien – floh 1938 nach dem „Anschluss“ mit zwei seiner Schwestern nach New York. Dort durfte er seinen Beruf als Arzt nicht ausüben. Die ersten Jahre waren hart, doch schließlich baute er in Brooklyn eine kleine Textilfabrik auf. „Auch mein Vater arbeitete in der Firma meines Großvaters. In New York lernte er meine Mutter kennen – sie war Einwanderin aus Trinidad und Tobago –, und sie heirateten“, erzählt Sylven.

Sylvens Vater war ein glühender Basketballfan und versuchte sich an der Universität sogar selbst als Profispieler, „war aber anscheinend nicht so gut. Als ich klein war, ging ich jedes Wochenende mit meinem Vater in den Park, um Basketball zu spielen. Basketball war von Anfang an Teil meines Lebens.“ In Flushing (Queens), wo Sylven zur Schule ging, wurde er am Ende seiner Schulzeit zum besten Spieler seines Jahrgangs im Bundesstaat New York gewählt. Der nächste Schritt: die University of Virginia und die Virginia Cavaliers (NCAA Division I). Der Sprung in die NBA kam damals noch zu früh, also entschied er sich für eine Profikarriere im Ausland.

Ein Angebot aus Siena lag auf dem Tisch, doch 2010 unterschrieb Landesberg in Israel bei Maccabi Haifa. Als das Management dort erfuhr, dass er jüdisch ist, erhielt er die israelische Staatsbürgerschaft – damit galt er nicht als Legionär und konnte uneingeschränkt eingesetzt werden. „Haifa war fantastisch“, sagt er. „Ich hatte eine Wohnung direkt am Strand, dahinter die Carmel-Berge. Das Essen war immer frisch, die Leute immer freundlich. Das war einfach toll.“ Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase in der Liga ging sein Stern auf: In der Saison 2011/12 war er der zweitbeste Scorer der israelischen Liga.

Der sportliche Erfolg öffnete ihm neue Türen. Nach dieser starken Saison verpflichtete ihn Rekordmeister Maccabi Tel-Aviv, für den er fünf Jahre (bis 2017) auflief. Dort erlebte er die Höhepunkte seiner Karriere. 2014 erreichte Maccabi sensationell das Final Four der EuroLeague – das Pendant zur Fußball-Champions League im europäischen Klubfußball – und bezwang im Endspiel Real Madrid nach Overtime. Sylven war Teil dieses Teams. „Es war großartig. In der israelischen Liga hatte jede Mannschaft ihre Fans, aber wenn wir international spielten, waren wir Israel. Ganz Israel fieberte mit. Das Finale war schon großartig, aber der Empfang am Flughafen Ben-Gurion war noch größer: 30.000 Fans, Riesenfreude – das vergesse ich nie.“ Die Euphorie ging weit über ein simples „Oh mein Gott, wir haben gewonnen!“ hinaus. „Man spürt diese Wärme, wie in einer großen Familie: Wir sind alle hier, unterstützen dich und freuen uns riesig, dass du das geschafft und uns vertreten hast.“
Im selben Jahr holte Maccabi zudem Meisterschaft und Pokal – das Triple war perfekt. Sylven blieb bis 2017 in Tel-Aviv und wechselte anschließend in die ACB zu Estudiantes Madrid. Dort wurde er in der Saison 2017/18 ins All-Star-Team gewählt und belegte Rang fünf in der MVP-Wahl – und das in der stärksten Liga Europas. Parallel fragte ihn der österreichische Teamchef, ob er – auch aufgrund seiner österreichischen Staatsbürgerschaft – für Österreich spielen wolle. In seinem ersten ÖBV-Länderspiel am 29. November 2018 legte er sofort 47 Punkte auf – bis heute ÖBV-Rekord. Es folgten Stationen in der Türkei, China, Spanien, Saudi-Arabien und wieder Israel, ehe ihn die Klosterneuburg Dukes verpflichteten – mit einem Dreijahresvertrag.

„Das ist mein letzter Einsatz im Profi-Basketball weltweit. Dann bin ich 38“, sagt er. Warum die Dukes? „Weil der Anruf zur richtigen Zeit kam. Ich wollte immer in Österreich spielen, jetzt hat es sich ergeben. Ich will außerdem in Wien Architektur studieren – diesen Wunsch hat mir das Dukes-Management ermöglicht. Mit den Dukes will ich Meister werden und international etwas reißen. Das Team ist sehr jung; ich will als Motivator die Jungs voranbringen.“

Was kennt und liebt er schon an Österreich? Die Antwort kommt ohne Zögern: „Soda Zitron ist das beste Getränk ever – ich trinke jeden Tag mindestens vier Gläser davon. Bei mir um die Ecke gibt es eine Bäckerei mit herrlichem Topfenstrudel – fast so gut wie New York Cheesecake.“ Viel gesehen habe er sonst noch nicht: „Ich bin täglich zweimal im Training, am Wochenende sind Spiele. Wenn meine Freundin – sie lebt in New York – wieder zu Besuch ist, schaue ich mir Wien genauer an.“

Und die jüdischen Wurzeln? „Zu Hause waren wir nicht religiös, eher traditionell. Mit meinen Eltern und meiner Schwester feierten wir immer Chanukka. Zu Jom Kippur faste ich. Hier in Wien möchte ich das jüdische Leben gerne besser kennenlernen.“ Antisemitismus? „Eigentlich nirgends. Ich war an vielen Orten – sogar in Saudi-Arabien habe ich keinen erlebt.“

Wie ist es, auch für Österreich zu spielen? „Die Mannschaft ist echt cool. Mit Jakob Pöltl (er spielt in der NBA bei den Toronto Raptors) haben wir einen absoluten Spitzenspieler; wir ergänzen uns super. Es macht mir unheimlich Spaß, in dieser Nationalmannschaft zu spielen. Für mich geht es um mehr als nur Basketball: Mein Großvater musste von hier fliehen – und jetzt, zwei Generationen später, komme ich zurück, mit demselben Nachnamen, der damals quasi verbannt wurde. Heute bin ich hier und höre, wie die Fans in Österreich meinen Namen rufen. Das macht mich stolz. Ich wünschte, mein Großvater könnte das erleben. Ich finde das echt cool.“

Perfektes Schlusswort. Wir schauen ihm noch beim Training zu – ein EuroLeague-Champion, der in Klosterneuburg den nächsten Spielzug seiner Karriere macht.

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René Wachtel

René Wachtel

lebt in Wien und ist Kultusrat für CHAJ-Jüdisches Leben in der IKG.

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