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Der Vater der Pop Art

Danielle Spera von Danielle Spera
29. Juni 2014
in Archiv
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Eine neue Biografie zeichnet das Leben des legendären New Yorker Kunsthändlers Leo Castelli nach.
Von Danielle Spera

Die neue Biografie der Historikerin und Sartre-Biografin Annie Cohen-Solal zeichnet nicht nur das faszinierende Leben und den Einfluss des Ausnahme-Galeristen Leo Castelli auf die Entwicklung der amerikanischen Kunst nach. Eine Hälfte des Buches ist auch eine Spurensuche der Familie Castelli, deren ereignisreiche Geschichte bis in die Toskana der Renaissance zurückreicht. Die Autorin geht dabei immer auch detailliert auf die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen ein – von der Donaumonarchie zum italienischen Faschismus und deren Einfluss auf das Leben der Juden in Italien.

Geboren wurde Leo Castelli 1907 als Leo Krausz in Triest, als Kind eines ungarischen Bankiers und der Erbin eines italienischen Handelshauses. Leo wird nach einem Jusstudium durch Protektion seines Vaters in der Versicherungswelt untergebracht. In Bukarest langweilt er sich beim Verkauf von Lebensversicherungen halb zu Tode, findet allerdings schnell Zugang zu den höchsten Kreisen der Bukarester Gesellschaft. Dort lernt er auch Ileana Schapira kennen. Ileana, schön, intelligent, elegant, unkonventionell und sehr reich, möchte nichts lieber als weg aus Bukarest. Leo und Ileana heiraten, übersiedeln nach Paris und können mit der Unterstützung durch Vater Schapira ein finanziell unbeschwertes Leben führen. Hier beginnen sie, die Kunstwelt zu entdecken. Doch die Ehe wird immer brüchiger. Sie soll durch großzügige finanzielle Zuwendungen des Schwiegervaters gekittet werden. Mit dem Geld eröffnet Castelli 1939 gemeinsam mit einem Kompagnon eine Galerie in Paris, allerdings nur für kurze Zeit. Mihai Schapira, der längst erkannt hat, in welcher Gefahr sich Juden auch in Frankreich befinden, hat seit langem an einem Ausreiseplan für die gesamte Familie gearbeitet. Von Südfrankreich geht es nach Nordafrika und schließlich im März 1941 nach New York.

Im Vergleich zu Paris sei die Kunstszene in New York eine Wüste, konstatieren Leo und Ileana Castelli bald nach ihrer Ankunft. Die Ehe geht in Brüche, Castelli meldet sich freiwillig zur US-Army und kehrt als Übersetzer nach Europa zurück. Er findet seine Schwester, die über das Schicksal der Eltern berichtet. Ihre Flucht über die Donau misslingt, die Mutter ertrinkt, der Vater stirbt wenig später. Das Leben anderer Familienmitglieder endet im Konzentrationslager. Leo, der durch seinen Dienst bei der US-Armee amerikanischer Staatsbürger wird, kehrt in die USA zurück und wird Angestellter in einer Strickwarenfabrik. Weiterhin versorgt von seinem Schwiegervater wendet er sich der Kunst zu. Immer wieder besucht er das MoMa und erarbeitet sich einen Zugang zur zeitgenössischen Kunst, aber vor allem zu den Künstlern. Die mondäne Wohnung seines Schwiegervaters dient als Begegnungsort. Der junge Künstler Robert Rauschenberg lädt Castelli in sein Atelier, dort lernt er beim Eiswürfelholen dessen Mitbewohner Jasper Johns kennen, sieht seine Arbeiten und verspricht ihm sofort eine Ausstellung. Sie auch Castelli in das Zentrum der New Yorker Kunstwelt. Der Mythos Castelli ist geboren. Mit seinem Geschick für Netzwerke, seiner Sprachgewandtheit und seiner makellosen Eleganz gelingt ihm ein Erfolg nach dem anderen. Alle wichtigen Künstler der Gegenwart stellen bei Castelli aus. Castelli machte die amerikanische Avantgarde-Malerei weltberühmt.

Gespickt mit Anekdoten aus der Kunstwelt zeichnet die Autorin die späte Karriere Castellis nach, ohne reißerisch zu sein. Fast spannender ist allerdings die intensive Rückschau auf die Familiengeschichte und das jüdische Gesellschaftsleben im Italien der vergangenen Jahrhunderte. Seine Herkunft, seine Erziehung, sein kultureller Hintergrund, all das waren essenzielle Eckpunkte für seine Karriere. Castelli selbst hat seine jüdische Herkunft nicht verleugnet, er hat sie ignoriert.

Annie Cohen-Sola:
Leo and his circle.
The Life of Leo Castelli.
A. Knopf 2010
New York, 540 Seiten
23 Euro

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Danielle Spera

Danielle Spera

Danielle Spera ist NU-Herausgeberin und Geschäftsführerin von KMJ – Kultur.Medien.Judentum. Sie leitete bis Juli 2022 das Jüdische Museum Wien und war davor langjährige ORF-Journalistin und Moderatorin.

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