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Home Politik Politik kinderleicht

Chanukka – Das Lichterfestkinderleicht erklärt

Lisa Fenz-Stadtherr von Lisa Fenz-Stadtherr
15. Dezember 2025
in Politik kinderleicht
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Hast du schon einmal acht Tage lang jeden Abend eine neue Kerze angezündet? Wenn ja, dann hast du vielleicht schon mal Chanukka gefeiert!

von Lisa Fenz-Stadtherr, Natasha Macheiner und Fabian Gaida

Stell dir vor, du hättest nur noch Batterien für eine Stunde, aber dein Lieblingsspielzeug müsste eigentlich acht Tage lang funktionieren. Unmöglich, denkst du dir? Genau das ist vor über 2000 Jahren in Jerusalem passiert – nur nicht mit Batterien, sondern mit Öl für eine ganz besondere Lampe.

In Jerusalem stand damals nämlich ein wichtiger Tempel, so ähnlich wie heute eine große Synagoge oder im Christentum der Stephansdom. In diesem Tempel brannte Tag und Nacht eine goldene Lampe – die Menora. Diese Lampe war für die jüdischen Menschen so wichtig wie für dich vielleicht dein Lieblingskuscheltier oder dein bestes Computerspiel.

Die Geschichte vom großen Wunder

Damals herrschte ein König namens Antiochus. Er war ein schrecklicher König. Er wollte die jüdischen Menschen beherrschen, hat ihnen verboten ihre Religion zu leben und Schweine in den Tempel getrieben.

Die Jüdinnen und Juden haben sich dagegen gewehrt. Allen voran eine Familie namens Makkabi. Die Makkabäer, wie sie genannte werden, haben gekämpft wie Superhelden – nicht mit Superkräften, aber mit viel Mut und Zusammenhalt. Und weißt du was? Sie haben gewonnen!

Als sie ihren Tempel zurückerobert hatten, wollten sie sofort die heilige Lampe wieder anzünden. Aber da gab es ein Problem: Sie fanden nur noch einen winzigen Krug mit speziellem Öl. Dieses Öl war nur für einen Tag ausreichend. Neues Öl herzustellen dauerte aber acht Tage.

Trotzdem zündeten sie die Lampe an. Und dann passierte etwas Unglaubliches: Das Öl brannte nicht nur einen Tag, sondern acht ganze Tage lang! Genau so lange, bis neues Öl fertig war.

Deshalb wird Chanukka noch heute gefeiert

Heute erinnern sich jüdische Familien auf der ganzen Welt an dieses Wunder. Acht Tage lang zünden sie jeden Abend eine Kerze mehr an einem besonderen Kerzenhalter an – der Chanukkia. Diese hat neun Arme: acht für die acht Tage des Wunders und einen für die Helferkerze, mit der die anderen angezündet werden.

Ein Fest mit vielen Bräuchen

Zu Chanukka bekommen manche Kinder auch acht Tage lang kleine Geschenke. Das ist so, als hättest du acht Tage Geburtstag.
Es gibt besondere Speisen, die in Öl gebraten werden – zur Erinnerung an das Wunder mit dem Öl. Latkes (Kartoffelpuffer) und Sufganiyot (gefüllte Krapfen) sind besonders beliebt. Kinder und Erwachsene spielen mit einem besonderen Kreisel namens Dreidel. Auf ihm stehen hebräische Buchstaben, die bedeuten: „Ein großes Wunder geschah dort.“

Was kannst du von Chanukka lernen?

Manchmal scheint etwas unmöglich zu sein, aber wenn man nicht aufgibt und zusammenhält, können unglaubliche Dinge passieren.
Die Makkabäer haben nicht aufgegeben, obwohl sie gegen einen mächtigen König kämpfen mussten. Das ist so, als würdet ihr in der Schule gegen Ungerechtigkeit aufstehen – auch wenn es schwierig ist.
Und das Wunder mit dem Öl erinnert daran, dass manchmal das Wenige, das wir haben, viel länger reicht als wir denken.

Das Licht in der Dunkelheit

Chanukka wird oft „das Lichterfest“ genannt, weil es in der dunkelsten Zeit des Jahres gefeiert wird. Wenn es kalt ist und früh dunkel wird, bringen die Chanukka-Kerzen Licht und Wärme ins Haus.

Das ist auch eine schöne Botschaft: Selbst in schwierigen Zeiten können wir Licht und Hoffnung verbreiten.

Chanukka heute

Heute feiern jüdische Familien auf der ganzen Welt Chanukka. In Israel, in Amerika, in Europa – überall leuchten acht Tage lang die Chanukka-Kerzen. Manche Familien stellen ihre Chanukkia ins Fenster, damit alle das schöne Licht sehen können.

Was du dir also merken kannst: Chanukka ist wie ein acht Tage langer Geburtstag des Lichts. Es erinnert uns daran, dass kleine Wunder jeden Tag passieren können – manchmal müssen wir nur genau hinschauen.

Und das Wichtigste: Egal welche Religion jemand hat – die Botschaft von Chanukka gilt für alle: Gib niemals auf, stehe für das ein, was richtig ist, und glaube daran, dass auch kleine Lichter große Dunkelheit vertreiben können.

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Lisa Fenz-Stadtherr

Lisa Fenz-Stadtherr

Lisa Fenz-Stadtherr ist Soziologin, Politologin und Verhaltensprofilerin. Beruflich war sie u.a. als Leiterin einer politischen Bildungseinrichtung und der Stabstelle Strategie und Entwicklung einer FH tätig. Zudem ist sie Trainerin mit den Schwerpunkten Strategie, Kommunikation und Persönlichkeitsentfaltung

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