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Home Dossier

Hashtag Israelhass

Stefan Kaltenbrunner von Stefan Kaltenbrunner
17. Februar 2026
in Dossier, Gepackte Koffer

Eine junge Generation wächst heran mit der Vorstellung, Israel sei der Inbegriff globaler Ungerechtigkeit. ©Danielle Spera

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Auf Social Media hat Israel den Informationskrieg verloren – gegen eine unheilige Allianz aus Islamisten, linken Aktivisten und selbstgerechten Influencern.

Von Stefan Kaltenbrunner

Nach den Massakern der Hamas am 7. Oktober 2023, bei denen mehr als 1.200 Menschen getötet und 250 als Geiseln nach Gaza verschleppt wurden, eröffnete sich binnen Stunden eine zweite Front im digitalen Raum. Die Hamas überflutete Netzwerke wie TikTok und Instagram mit Videos und Bildern der Morde und Entführungen. Aufnahmen von unfassbarer Brutalität, die gezielt Schock und Angst erzeugen sollten, erinnerten an die Ästhetik des Islamischen Staates. Die Verbreitung dieser Bilder war Teil einer strategisch geplanten Kommunikationskampagne, einer propagandistischen Machtdemonstration, die Stärke und Entschlossenheit inszenieren sollte.

Nach den ersten israelischen Gegenschlägen änderte die Hamas ihre Taktik. Die Bilder der Massaker verschwanden, stattdessen dominierten Aufnahmen aus Gaza: zerstörte Häuser, vermeintlich tote Kinder, trauernde Mütter. Israel wurde zum Aggressor erklärt, die Hamas zur Befreiungsbewegung verklärt. Der 7. Oktober wurde zur Reaktion auf israelische Repressionen umgedeutet, ein Narrativ, das sich im Netz wie eine Welle aufbaute und zum Tsunami wurde. Auf Plattformen wie TikTok erzielte der Hashtag #freepalestine Milliarden Aufrufe, während #standwithisrael zur Randnotiz verkam.

Islamistische Organisationen führen seit Jahren einen digitalen Feldzug gegen Israel und den Westen. Nach dem 7. Oktober perfektionierten sie ihre Methoden. Sie beherrschen die Logik sozialer Medien, produzieren emotional aufgeladene, visuell eingängige Inhalte, professionell aufbereitet von eigens beauftragten Agenturen. Seit den Anschlägen nutzen sie Künstliche Intelligenz, um Videos und Untertitel in mehreren Sprachen zu erstellen. Viele dieser Clips sind kaum überprüfbar, wirken aber echt genug, um millionenfach geteilt zu werden. Ihre Botschaften sind kurz, suggestiv und visuell einprägsam, oft inszeniert wie Trailer einer Netflix-Serie.

Diese Propaganda bedient sich der Sprache westlicher Diskurse: Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität. Der religiöse Bezug tritt in den Hintergrund, die moralische Rahmung bleibt. In diesen Erzählungen ist Israel kein Staat, der um sein Existenzrecht kämpft, sondern eine Projektionsfläche für Imperialismus und Gewalt mit dem Ziel, das palästinensische Volk auszurotten.

Schub erhält diese Dynamik durch die Architektur sozialer Medien. Sie sind keine Orte der Information, sondern Maschinen der Erregung. Ihre Algorithmen belohnen Aufregung, Betroffenheit und Wut, während Zweifel und Differenz ausgeblendet werden. Studien zeigen, dass die Darstellung Israels in diesen Netzwerken fast ausschließlich negativ ist. Der Informationskrieg wird heute nicht mehr von Staaten geführt, sondern von Algorithmen und jenen, die sie mit Inhalten füttern.

Wenig überrascht, dass islamistische Gruppen diese Mechanismen gezielt nutzen. Erstaunlicher ist, wie bereitwillig westliche Aktivisten und Influencer die Hamas-Propaganda unreflektiert übernehmen. So entstand in den vergangenen Monaten eine unheilige Allianz zwischen Islamisten, Hamas-Apologeten, linken Aktivisten und westlichen Meinungsmachern, die nicht nur auf Universitäten oder Demonstrationen agieren, sondern vor allem den digitalen Raum zu ihrer Bühne gemacht haben.

Mittendrin stehen globale Influencer, die antiisraelische Inhalte massenhaft verbreiten, sich moralisch überhöhen und politisches Engagement mit Selbstinszenierung verwechseln. Dass sie dabei antisemitische und antiisraelische Ressentiments bedienen, nehmen sie in Kauf. Viele von ihnen sind gut vernetzt, teils eng mit Personen aus dem Umfeld der Hamas verbunden. Dazu zählen die frühere Klimaikone Greta Thunberg, die sich zunehmend zur lautstarken Mitstreiterin eines neuen Antizionismus entwickelt, in Österreich die Millionenerbin Marlene Engelhorn, der Spiele-Influencer Rafael Eisler und der ehemalige Skirennläufer Julian Schütter. Was sie verbindet, ist gefährliches Halbwissen (wenn überhaupt!), das sie jedoch als Wahrheit ausgeben. Sie sprechen über Völkermord und Apartheid, als wären es modische Accessoires im Kampf um Aufmerksamkeit und Reichweite. Das Schicksal der israelischen Geiseln war für sie keine Zeile wert, Raketenangriffe auf Israel aus dem Libanon, Iran oder aus dem Jemen eine logische Reaktion gegen die „völkermordenden“ Israelis.

Schütter etwa klagte nach seiner Teilnahme an der Gaza-Flottille über Folter, weil er stundenlang in einem klimatisierten Bus warten musste. Eine groteske Aussage, und doch wirksam. Ihre Videos, Reels und Stories erreichen Hunderttausende junge Menschen, die Entrüstung mit Erkenntnis verwechseln. Gegenargumente prallen ab.

Mit dieser Dynamik verschiebt sich auch der Diskurs über Antisemitismus. Was früher offene Feindseligkeit war, tritt heute als moralische Empfindung auf. Israel-Hass kleidet sich in die Sprache der Menschenrechte und erscheint dadurch gesellschaftlich legitim.

Für viele Jugendliche sind soziale Netzwerke zur wichtigsten Informationsquelle geworden. Klassische Medien gelten als elitär, digitale Kanäle als authentisch. Influencer, die sonst Mode oder Computerspiele bewerben, bestimmen nun die Nahostdebatte. Der Konflikt wird nicht erklärt, sondern inszeniert. Algorithmen verstärken Aufladung, nicht Aufklärung. Inhalte, die Aufmerksamkeit erzeugen, werden bevorzugt. So entsteht ein kulturelles Klima, in dem Antisemitismus zum Lifestyle wird. Eine junge Generation wächst heran mit der Vorstellung, Israel sei der Inbegriff globaler Ungerechtigkeit.

Wenn diese Dynamik ungebremst bleibt, wird sie die politische und gesellschaftliche Kultur weiter vergiften. Das betrifft nicht nur den wachsenden Antisemitismus auf den Plattformen, sondern gilt ebenso für Islamismus, Rechtsextremismus oder russische Propaganda. Politik und Gesellschaft wären deshalb gut beraten, sich mit aller Kraft diesen Entwicklungen entgegenzustellen. Vor allem sollte endlich begriffen werden, dass TikTok, Instagram und X durch ihre radikalen Algorithmen längst zu virtuellen politischen Akteuren geworden sind und ihr Einfluss dringend begrenzt werden muss.

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