Wer und wo wir sind

Sources: Sarna, Jonathan D. 2019. American Judaism: A History. New Haven and London: Yale University Press (until 1910) and American Jewish Year Book (1910 on)

Untersuchungen zur Demografie der US-amerikanischen Jüdinnen und Juden sprechen eine klare Sprache: Sie sind überwiegend liberal und Unterstützer der Demokraten, leben überwiegend im Nordosten des Landes und haben einen überdurchschnittlichen Bildungsgrad. Mehr als die Hälfte fühlt sich mit Israel verbunden, hat aber nie israelischen Boden betreten.

VON MARTIN ENGELBERG

Ira M. Sheskin, der an der Miami University am Department of Geography and Sustainable Development forscht und lehrt, gilt als einer der führenden Demografen der amerikanisch-jüdischen Community. Das von ihm herausgegebene American Jewish Year Book erhebt jährlich den Zustand der amerikanisch-jüdischen Gemeinden. Weil es in den USA kein zentrales Melderegister bzw. Erhebung der Religionszugehörigkeiten gibt, existieren mehrere Untersuchungen zur Demografie der US-amerikanischen Juden mit unterschiedlichen Zugängen.

Die Studien des Pew Research Center (siehe S. 25) gelten dabei als der „Goldstandard“ zum Thema Religion, Ethnizität und Politik. Pew hat zuletzt 2019/2020 mit der Auswertung von zehntausenden Fragebogen den Status des amerikanischen Judentums erhoben. Obwohl andere Institutionen (Brandeis University, American Jewish Year Book), die solche Erhebungen durchführen, ganz andere Methoden der Untersuchung verwenden, stimmen die Resultate weitgehend überein:

Die Zahl von Mischehen steigt in den letzten Jahren stark an. Jüdinnen und Juden, die seit 2010 geheiratet haben, sind die Ehe zu 61% mit nicht-jüdischen Partner/innen eingegangen, gegenüber nur 18% der Brautleute, die vor 1980 heirateten.

www.jewishdatabank.org

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