Jüdisches Magazin für Politik und Kultur

rubriken: Interview
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  • ausgabe:  Erwin Steinhauer | Nr. 67 (01/2017) – Adar/Nissan 5777
  • „Konflikte in Worte verpacken und nicht in Fäuste“

    Das Judentum ist nicht nur eine Religion oder eine Nation, sondern vor allem eine Zivilisation, die auf Texten beruht. Das ist die These der Historikerin Fania Oz-Salzberger von der Universität Haifa. Gemeinsam mit ihrem Vater, dem Schriftsteller Amos Oz, hat sie 2012 das Buch „Juden und Worte“ veröffentlicht. Darin beschreiben sie, wie sich von der Antike bis heute eine Linie textlicher Abstammung durchzieht. Um die Worte dieser Texte wurde und wird gerungen und gestritten – und das kann im Zeitalter aggressiver Debatten im Internet ein Vorbild sein.