Jüdisches Magazin für Politik und Kultur

rubriken: Leitartikel
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  • ausgabe:  Gal Gadot | Nr. 69 (03/2017) - Elul 5777/Tischri 5778
  • Schlechte Wahl

    Im Oktober gehen wir zu den Wahlurnen, und es lässt sich wehmütig sagen: Ach, wie war es ehedem zu wählen einfach und bequem!

    rubriken: Leitartikel
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  • ausgabe:  Pamela Rendi-Wagner | Nr. 68 (02/2017) - Tamus 5777
  • Analyse statt Empörung

    Wenn diese Zeilen erscheinen, hat sich die eine Aufregung längst gelegt und wurde von hunderten anderen Ereignissen überlagert. Jeden Tag gibt es einen Grund sich zu erregen, die Welt untergehen zu sehen, den größten vorstellbaren Skandal zu diagnostizieren. Die Aufregung der diversen Blasen ist ebenso allgegenwärtig wie flüchtig. Die ruhige Analyse bleibt auf der Strecke, denn schon muss sich neu erregt werden, geht die Welt aufs Neue unter.

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  • ausgabe:  Erwin Steinhauer | Nr. 67 (01/2017) – Adar/Nissan 5777
  • Kommt die Gegensäkularisierung?

    Es gibt verschiedene Antworten darauf, wer ein Jude ist. Nach den Regeln der jüdischen Religion sind es Menschen, deren Mutter Jüdin ist. Die Feinde der Juden hingegen geben eine ganz andere Antwort. Vom früheren Bürgermeister von Wien und glühenden Antisemiten Karl Lueger ist der Satz überliefert: „Wer ein Jud’ ist, bestimm i’“.

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  • ausgabe:  Christian Rainer | Nr. 66 (04/2016) - Kislev 5777
  • Die Vertreibung von König Salomon

    Vor kurzem forderte mich ein deutscher Bekannter auf, eine Petition an die Unesco, die Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturorganisation der Vereinten Nationen zu unterschreiben. Im Oktober 2016 hatte deren Exekutivrat eine von mehreren arabischen Ländern eingebrachte Resolution beschlossen, in welcher der Jerusalemer Tempelberg als „Al-Aksa Moschee/ Al-Haram Al-Scharif“ bezeichnet wurde.

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  • ausgabe:  Benny Fischer | Nr. 65 (03/2016) - Elul 5776
  • Nicht mein Präsident

    Wenn du einmal ein paar tausend Jahre der Verfolgung hinter dir hast, tendierst du nicht wirklich zum Optimisten. Du nimmst das Schlechteste an und freust dich, wenn es besser kommt. Du rechnest damit, dass dein Fußballklub verlieren wird, es am nächsten Tag aus Kübeln schüttet und du wegen eines Hexenschusses nicht aus dem Bett wirst steigen können. Ja, und so bin ich leider ganz sicher, dass Norbert Hofer den Titel eines Bundespräsidenten tragen wird.

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  • ausgabe:  Maschek | Nr. 64 (02/2016) - Siwan 5776
  • Erklärt Demokratie

    Im Gefolge der Wahl zum Bundespräsidenten wurde viel über den Graben gesprochen, der sich durch das Land ziehe und der zuzuschütten oder zu überbrücken wäre. Wer sich im Freundeskreis, in den sozialen und in den klassischen Medien umgetan hat, bekam allerdings nicht den Eindruck, es handle sich da um den einen, großen Graben, sondern vielmehr um eine von Gräben zerfurchte politische Landschaft.

    rubriken: Leitartikel
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  • ausgabe:  Rafael Kishon | Nr. 63 (01/2016) - Nissan 5776
  • Nie wieder?

    Die Fratze des Bösen grinst uns unverschämt aufs Neue an. Wir kennen sie von Fotos aus dem Jahr 1938. Im deutschen Ortsteil Clausnitz des Dorfs Rechenberg-Bienenmühle blockieren im Jahr 2016 mehr als hundert Menschen einen Bus, in dem sich Flüchtlinge, darunter auch Kinder, befinden. Sie schreien „Wir sind das Volk“, spucken auf die Windschutzscheibe und lassen die verängstigten Insassen nicht aussteigen.

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  • ausgabe:  Marina Weisband | Nr.62 (04/2015) - Kislev 5776
  • Der Sturm verweht die Wörter

    Knapp vor Redaktionsschluss erreichen uns die Meldungen über die bestialischen Attentate von Paris. Wieder, wie nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo, wie nach den vielen anderen grauenhaften Morden an unschuldigen Menschen überall in der Welt, leiden wir mit und fühlen uns hilflos.

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  • ausgabe:  Erika Freeman | Nr.61 (03/2015) - Elul 5775 / Tischri 5776
  • Zeit ohne Zeugen

    Die Geschichte der Schoa wird bald nur mehr über Archivmaterial erzählt werden können. Noch aber gibt es Zeugen der Zeit, denen zuzuhören ein großer Gewinn ist. Die heute relevante Erzählung handelt jedoch von Asylsuchenden, denen unsere Solidarität gehört, vor deren in ihren Ländern eingelerntem Antisemitismus wir uns jedoch fürchten müssen. Und dann ist da noch die Wien-Wahl. Es gab also schon lustigere Zeiten, aber wir lassen uns die Freude am Leben nicht nehmen.

    rubriken: Leitartikel
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  • ausgabe:  Peter Morgan | Nr. 60 (02/2015) - Tamus 5775
  • Farewell Hansi

    Eines der „Mädln“ ist gestorben. Sehr alte und viele junge Menschen kamen zum Begräbnis. Alle haben sie Johanna „Hansi“ Tausig bewundert und geliebt. Wenn ich hier über sie berichte, würde ich mir wünschen, dass alle Politikerinnen und Politiker das lesen, die heute über Flüchtlinge entscheiden, über deren Leben oder Tod.