Jüdisches Magazin für Politik und Kultur

Eine Geste, keine Gerechtigkeit

Seit Dezember ist Bewegung in die ausständigen Zahlungen an NS-Opfer gekommen. Nachdem endlich “Rechtssicherheit” erlangt wurde, kriegen Opfer des Nationalsozialismus eine Entschädigung. Grund zum Jubeln gibt es trotzdem keinen.

Relaunch aus dem Osten mit Ressentiments

Die Wiener Kultusgemeinde wirbt verstärkt um Juden aus Osteuropa. Ziel ist es, die Mitgliederzahl bis ins Jahr 2020 auf 20.000 bis 25.000 zu steigern. Eine Initiative, die für Irritationen sorgt.

Wir haben einfach keinen Tanzpartner

Schachweltmeister Garry Kasparov sieht im Sieg der Hamas eine Chance. Jetzt ließe sich klar erkennen, dass die nach- und freigiebige Politik Europas bloß zu einer Stärkung des terroristischen Systems geführt hat. Auch Russlands Putin lebt gut von der Schwäche der westlichen Welt und ihrer ...

Wir sollten ihnen glauben

Die Hamas war auf ihren Sieg nicht vorbereitet. Sie fühlt sich nicht wohl in ihrer Haut, die Macht alleine zu übernehmen. Die israelische Regierung wäre in jedem Fall gut beraten, die Kontakte zu Abu Mazen zu erneuern.

Minderwertigkeitskomplex und Größenwahn

Das Oberlandesgericht Wien entscheidet in nächster Instanz über den Holocaust-Leugner David Irving. Wer ist dieser Mann, der einerseits intelligent, gewandt und gebildet ist, andererseits erstaunlich dumm?

Die Causa Irving: Gehören Holocaust-Leugner vor Gericht?

Autoritäres, antidemokratisches, rassistisches Gedankengut, vor allem solches, das sich intellektuell gebärdet, hat eine gewisse Anziehungskraft auf junge Leute, immer wieder. Deshalb ist es immer wieder notwendig, die Natur des größten Verbrechens der Menschheitsgeschichte, das sich mitten unter uns abgespielt hat, zu kennzeichnen.

Die Causa Irving : Gehören Holocaust-Leugner vor Gericht

Österreich ist bei den wirtschaftlichen und intellektuellen Eliten Europas, wieder einmal, nicht gut angeschrieben; diesmal nicht ganz zu Unrecht. Denn dass der dämliche Holocaust-Leugner David Irving zu drei Jahren Haft verknackt worden ist, finden die wichtigsten europäischen Leitmedien eher befremdlich.

Psychoanalyse als jüdische Wissenschaft?

Sigmund Freud hat stets den Anspruch erhoben, die Psychoanalyse ist eine Wissenschaft und damit allgemein gültig. Der Londoner Professor Stephen Frosh stellt nun die These auf, dass die Psychoanalyse eine “jüdische Wissenschaft” ist. NU hat mit ihm in London gesprochen.

Sigmund Freuds Judentum

Was ist an dir noch jüdisch, wenn du all diese Gemeinsamkeiten mit deinen Volksgenossen aufgegeben hast? Diese Frage beschäftigt die Psychoanalytik auf der Suche nach ihrer jüdischen Identität bis heute.

Es ist mir wichtig, unter den Juden vorzukommen

Wir hatten uns viele Jahre nicht gesehen – sicher nicht, seit sie 1988 nach Deutschland gegangen war, und auch vorher sind wir einander nicht oft begegnet. Als sie im Februar 2006 bei einer jüdischen Frauenkonferenz in Berlin vor mir stand, sagte sie “Servus, Helly” ...

Die nicht immer heile Welt der Familie Meijer

Mit “Melnitz” legt der Schweizer Autor Charles Lewinsky nun einen über 700 Seiten langen Familienroman vor. Einen jüdischen Familienroman, der viele Facetten Schweizer Judentums zwischen dem Ende des 18. und der Mitte des 20. Jahrhunderts detailreich und äußerst liebevoll beleuchtet.

Koscher in Krakau und Czernowitz

2006 wird erstmals eine koschere Studienreise nach Osteuropa veranstaltet. Sie führt die Teilnehmer in einem großen Bogen durch ganz Osteuropa – nach Bielitz, Krakau, Krasiczyn, Lemberg, Czernowitz, Munkacs, Budapest und zurück nach Wien. NU hat sich das Programm angeschaut.

Deutsch-jiddische Ortstafeln

Der Zwiekommentar von Peter Menasse und Erwin Javor

Fragen zum Projekt Ichmanngasse

Die Kultusgemeinde macht sich daran, im Rahmen des Projekts “Ichmanngasse” …

Bilder als Waffen gegen Unrecht

Gefangenenmisshandlungen im Gefängnis Abu Ghraib haben die Welt schockiert. Das Material dokumentiert grausame und sadistische Folter. Irakische Häftlinge wurden gequält, entwürdigt und zu sexuellen Handlungen gezwungen.

Die Profiteure sind immer noch da

Staatsoperndirektor Ioan Holender nimmt sich kein Blatt vor den Mund und sagt immer wieder klar und deutlich, was er sich über den Umgang Österreichs mit dem Nationalsozialismus denkt. Dass er dafür viel Kritik erntet, nimmt er gelassen. Im NU-Interview spricht Holender über seine Geschichte, ...