Jüdisches Magazin für Politik und Kultur

Gutmensch, hart und kompromisslos

Alfred Noll bohrt als Anwalt und austropolitischer Philosoph dicke und dünne Bretter. Dabei hält er eine gute Distanz zum Objekt seiner Arbeit: zum Land und seinen Wichtig-Bürgern.

Erfolgreich im Gedenkbusiness

Seit Jahren veranstaltet die Initiative „A Letter to the Stars“ publikumswirksame Veranstaltungen zu Themen der NS-Zeit. Sichtbares Gedenken oder Spektakel?

Kein Gras über die Sache wachsen lassen

Geschichte erleben und auch gleich selber mit anpacken – das kann man zweimal im Jahr am Zentralfriedhof.

Ich habe Jörg Haider gern Geld abgenommen

Marko Feingold, Überlebender mehrerer Konzentrationslager, unermüdlicher Zeitzeuge und Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg, ist noch immer täglich unterwegs, um sein Leben zu erzählen. Feingold setzt auf Verständigung und berichtet über sein Leben ohne Hass und trotz allem Schrecken mit viel Humor.

Ein liebevolles, aber etwas verstaubtes Kleinod

Das kleine, sehr persönliche Österreichische Jüdische Museum in Eisenstadt ist das älteste seiner Art – und inzwischen selbst beinahe museumsreif.

Grießen musst du!

Sie haben in dieser Kolumne schon viel gelernt, stimmt’s? Viel Lebensnahes. Sogar fluchen! Erstklassige Schimpfworte! Ich habe es nur leider – durch eine Überschätzung der Kursteilnehmer – verabsäumt, einige Basisbegriffe wie passendes Grüßen ebenfalls zu unterrichten. Wir holen das jetzt nach.

Das Wort ‘Jude’ wurde nie verwendet

In ihrem Debütroman „Spaltkopf“ erzählte Julya Rabinowich die Lebensgeschichte einer russisch-jüdischen Emigrantin in Wien. Gerade ist ihr zweites Buch, die „Herznovelle“, erschienen. Mit NU sprach Rabinowich über den Antisemitismus in Russland und ihre jüdische Identität.

Von Köpfen und Herzen

Schenya schüttelt den Kopf. „Ich darf nicht mit Juden spielen“, sagt er. (…) „Wer sind Juden eigentlich?“, frage ich und streiche lustvoll über die nach Farben geordneten Buntstifte. „Ich glaube, ich hab sie mal im Fernsehen gesehen. Die singen und tanzen sehr lustig und ...

Die Akademie der Verdrängenden Künste

Nationalsozialisten als Ehrenmitglieder, die Büste eines Nazi-Dichters vor dem Gebäude, Hakenkreuze am Boden der Aula: Hat die Akademie der Bildenden Künste ihre Rolle im Nationalsozialismus ausreichend aufgearbeitet?

Eine Sternstunde!

Wie jedermann weiß, gehe ich selten ins Theater. Aber neulich war ich dort und habe einen besonderen Abend erlebt. Arik Brauer, der kaum noch auftritt – leider –, hat einen denkwürdigen Abend gegeben. „A Gaudi war’s in Ottakring“.

Über Freunde und Freunde

Bei einem Gespräch anlässlich der Feier des 100. Geburtstags von Teddy Kollek stellte jemand aus dem Publikum dem am Podium sitzenden Rudolf Scholten die Frage, wie er denn heute die Beziehung der österreichischen Politik zur jüdischen Gemeinschaft einschätzen würde.

Ai Wei Wei die Krone kommt

Der Zwiekommentar von Peter Menasse und Erwin Javor

Sportlich feiern – ohne Wühlen in der Vergangenheit

Im Juli ist etwas los in Wien: Von 5. bis 13. Juli finden hier die Europäischen Makkabi Spiele statt – mit mehr als 2500 aktiven Sportlern aus aller Welt plus deren Familien und Fans. Es ist das erste Mal seit der Shoah, dass die ...

Im Hakoah-Raum der Familie Sinai

Erich und Kitty Sinai sind seit 61 Jahren verheiratet und noch länger mit der Hakoah verbandelt. Auch ihre Söhne Fred und Ronald sind Makkabiade-erprobt. Die Spiele in Wien werden für die Sinais ein ganz besonderes Ereignis.