Jüdisches Magazin für Politik und Kultur

Was hätte Freud gewollt?

Es wurde heftig und ganz und gar nicht analytisch debattiert, dann stand fest: Die Wiener Psychoanalytische Vereinigung, Nachfolgeinstitution der von Sigmund Freud gegründeten Gruppierung gleichen Namens, wird keinen Antrag auf Restitution stellen. Trotz dieses Beschlusses gärt die Diskussion weiter. Bewältigt scheint das Thema noch ...

Freuds verschwundene Nachbarn

Eine Ausstellung im Sigmund Freud Museum zeigt anhand des Lebens der Bewohner des Hauses Berggasse 19 exemplarisch das Schicksal der Juden nach 1938.

Reise in den Krieg

Helen Liesl Krag fuhr nach Belgrad, um dabei zu sein, wie sich ihr Vater von seinem Vater, Jakob Abraham Rosenstrauch, verabschiedete. Spurensuche einer Familie, die sich nach 60 Jahren der Geschichte stellt.

Mit 100 nochmal nach Wien

Im Vorkriegs-Wien war sie als „Die Weltmeisterin“ bekannt: die Hockeyspielerin Irma Pick-Ullmann. Heute lebt sie in Israel und hat für ihren 100. Geburtstag, den sie in zwei Jahren feiert, einen großen Wunsch: noch einmal ihre Heimatstadt Wien zu sehen. NU hat die betagte Dame ...

Lets discuss

Jüdische Jugendliche und Junggebliebene im Alter von 18 bis 30 Jahren und mehr streiten, argumentieren, setzen sich auf ein Podium und stellen sich der Diskussion. Unter der engagierten Leitung der 25-jährigen Jasmin “Jasse” Freyer ist etwas möglich geworden, was in den letzten Jahren oft ...

Die Spitzel hat man fast sofort erkannt

NU sprach mit David Stecher, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates der jüdischen Gemeinde in Prag, über jüdisches Leben vor und nach 1989, die Schwierigkeiten, eine jüdische Frau zu finden, und den immer besser werdenden koscheren Wein aus Tschechien.

Immer mehr gewaltsame Übergriffe

Der aktuelle Bericht über Rassismus in Österreich ist besorgniserregend. Gleichzeitig droht der Dokumentations- und Beratungsstelle ZARA aus finanziellen Gründen das Aus.

Über die Frage, ob der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde zu Koalitionsvarianten Stellung beziehen soll

Der Zwiekommentar von Peter Menasse und Erwin Javor

Vertrieben, verboten, vergessen – aber nur beinahe

Der Orpheus Trust lässt das Wirken jüdischer Komponisten und Musiker wieder auferstehen.

Alltagsgeschichten

Marcell Horace Frydmann Ritter von Prawy* war ein Liebender. Er hat nicht nur seine Musik, sondern auch sein Publikum geliebt. Und diese Liebe war ansteckend. Unzähligen Menschen hat er Musik und Musikgeschichte nahe gebracht und sie für deren Schönheit empfänglich gemacht.

Im Schatten des Provinzialismus

Der Krieg gegen den Irak bzw. gegen Saddam Hussein ist keine jüdische oder israelische Angelegenheit, war es vielen Juden wichtig zu betonen. Dennoch trennte, jedenfalls hier in Österreich, ein mehr oder weniger sichtbarer Graben die Standpunkte von vielen Juden und Nichtjuden.*

Wo kauft man Bilder, wenn nicht im Museum?

Der Sammler Jenö Eisenberger über seine Leidenschaft für Kunst, über Antisemitismus und seine Liebe zu Österreich.

Nazifizierung des Arbeitsmarkts

Ein Teilbericht der Historikerkommission zeigt, wie tausende jüdische Österreicher nach dem NS-Anschluss aus ihren Jobs gedrängt wurden. Dies und der Entzug der einst hart erarbeiteten Berufsberechtigungen wurden großteils nie entschädigt.

Gedächtnisforschung und Erinnerung

Der 73-jähringe Medizin-Nobelpreisträger Eric Kandel verweigerte eine Ehrung des offiziellen |Österreich. Stattdessen initiierte er ein Symposion zum Thema “Österreich und Nationalsozialismus” und diskutierte im Jüdischen Museum.

Schulden wie ein Stabsoffizier

Die Flüchtlingsbetreuerin Ute Bock wurde für ihre Tätigkeit unlängst mit der Friedrich-Torberg-Medaille ausgezeichnet. Gleichzeitig zittert sie um den Fortbestand ihres Projektes.

Die Goldene Joich muss wieder her

Es steht in jedem Reiseführer: Wien ist natürlich stolz auf seine jüdische Kultur. Die von früher. Heute fristet die jüdische Alltagskultur in Wien eher ein bescheidenes Dasein. Ein Einwurf an einem Beispiel: Wo ist die jüdische Küche geblieben?

über die politische Bedeutung von Spargel, Wein und fragwürdigen Verbrüderungen

Der Zwiekommentar von Peter Menasse und Erwin Javor

Erhobenen Hauptes

In der Auseinandersetzung der Kultusgemeinde mit der Regierung ist hinsichtlich des Stils und der Strategie ein interessantes Phänomen der Juden unserer Generation, der so genannten zweiten nach der Schoah, zu beobachten: Nachdem es der Kultusgemeinde in den Jahrzehnten nach dem Krieg scheinbar nicht gelungen ...

In der Sackgasse

Die Finanzprobleme der Israelitischen Kultusgemeinde sind mehr als besorgniserregend. Ariel Muzicants Finanzpolitik hat keinen Erfolg gehabt. Darüber hinaus lässt die Bundesregierung die Gemeinde im Regen stehen. Die Situation scheint völlig verfahren.

Genosse Jude

In den 1930er und 1940er Jahren traten viele Juden der kommunistischen Partei bei. Die KPÖ erschien ihnen als Chance, die entfesselte Brutalität des Nationalsozialismus zu bekämpfen und endgültig bessere Zustände auf der Welt herzustellen.