Jüdisches Magazin für Politik und Kultur

Zeugin des Schweigens

Ihr Buch ist bereits Pflichtlektüre an den israelischen Schulen. Unter den wenigen Büchern, die von der zweiten Generation geschrieben wurden, ist “Warum bist du nicht vor dem Krieg gekommen” von Lizzie Doron das beste von allen, meint die Tageszeitung Maariv. Ganz ohne Bitterkeit schildert ...

Der Optimist

Danny Wieler schildert im NU-Interview die Fortschritte zwischen jungen Arabern und Juden in Israel. Der Vizedirektor von “Givat Haviva” betont auch, warum es wichtig ist zu zeigen, dass sich Juden im Holocaust gewehrt haben. Und er erklärt, warum der Kibbuz lebt.

Die Geschichte einmal ruhen lassen

NU hat eine Umfrage unter österreichischen Parlamentariern zur jüngeren Geschichte durchgeführt. Die wichtigste Erkenntnis: Nur 49 der 183 fanden sich bereit zu antworten. Über die Motive der anderen, die ihre Positionen nicht bekannt geben wollten, kann nur gemutmaßt werden.

Geschichten dem Vergessen entreißen

Barbara Tóth sprach mit dem Grazer Historiker Heimo Halbrainer über sein Forschungsprojekt über das Massaker an ungarischen Juden am Präbichlpass und über die Gründe für die schleppende Aufarbeitung von Nazi-Verbrechen in der Steiermark.

Die Gefälligkeitsdiktatur

Die Nazis verstaatlichten die Vermögen der Juden Europas. Sie profitierten von unterjochten Völkern und den Leistungen der Zwangsarbeiter, um Raubkriege und Aufrüstung zu finanzieren. Das Volk wurde mit niedrigen Steuern und gefälliger Sozialgesetzgebung bei Laune gehalten. In seinem Buch “Hitlers Volksstaat – Raub, Rassenkrieg ...

Versunkene Welt

Das jüdische East End Londons ist vergangen – der Antisemitismus ist geblieben.

Juden in Amerika

Seit 350 Jahren leben Juden in Amerika. Philipp Steger hat sich für NU angesehen, wie dieses Jubiläum in der Öffentlichkeit begangen wird. Fazit: Die Schattenseiten werden weitgehend ausgeblendet.

Kitsch zum schmunzeln

Jüdisch zu leben drückt sich auch in einer Vielzahl typisch jüdischer Gebrauchsgegenstände aus. Abseits rein religiöser Objekte hat sich hier auch ein weites Feld für Kitsch aufgetan. Das Jüdische Museum in Hohenems stellt diesen Kitsch derzeit mit einem Augenzwinkern vor.

Soma Morgenstern – Eine Wiederentdeckung

Der Chronist der jüdischen Zerrissenheit zwischen chassidischen Wurzeln und intellektuellem Stadtleben im beginnenden 20. Jahrhundert blieb viele Jahre unentdeckt.

Über eine Biografie Canettis

Elias Canetti hat seinen Biografen gefunden. Wenn auch nur seinen vorläufigen, sind doch wichtige Teile des Nachlasses immer noch gesperrt. Die umfangreiche Biografie von Sven Hanuschek erschien zum frühestmöglichen Zeitpunkt, denn Canetti verfügte 1994, in seinem Sterbejahr, dass in den ersten zehn Jahren nach ...

Massaker in Usbekistan – und Österreich ist empört

In der Stadt Andischan im Osten Usbekistans haben am 13. Mai 2005 schwerbewaffnete Armeekräfte das Feuer gegen Demonstranten eröffnet.

Dajgezzen und Chochmezzen*

Der Zwiekommentar von Peter Menasse und Erwin Javor

Auf dem richtigen Weg

Im Februar 2000 stand der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, gemeinsam mit Oppositionspolitikern und kritischen Intellektuellen auf dem Wiener Heldenplatz und attackierte die neue ÖVP-FPÖ-Koalition als “Schande für Österreich.”

Alltagsgeschichten

Fritz Grünbaum, der geniale Kabarettist, Kunstsammler und Textdichter – er wurde von den Nazis in Dachau 1941 brutal ermordet -, wurde einmal gefragt, was er denn von den Charaktereigenschaften seines berühmten Bühnenpartners Karl Farkas halten würde. Er antwortete: “Der Farkas? Hut auf!”

Gerechtigkeit erst für die Erben

Regierung und Kultusgemeinde haben sich über die Entschädigung von in der NS-Zeit zerstörtem bzw. entzogenem Gemeindevermögen geeinigt. Nationalratspräsident Andreas Khol (ÖVP) kündigte gleichzeitig auch für Einzelopfer des NS-Unrechtsregimes baldige Auszahlungen aus dem Entschädigungsfonds an. Die Fakten sehen freilich anders aus. Ein falsches Spiel mit ...