Jüdisches Magazin für Politik und Kultur

Rabbiner Joseph Pardess

„Die Aufgabe eines Juden auf dieser Welt ist es, Thora zu lernen. So wie er kann. Das Ziel ist nicht zu arbeiten. Außer er muss.“

Rabbiner Jacob Biderman

„Jiddischkeit ist viel umfassender. Es ist eine Geschichte der Liebe, Sehnsucht, Hingabe zur Thora, zum Lernen.“

Der Ruf nach dem Eruv

Eine Gruppe orthodoxer Frauen macht sich für einen Eruv stark, eine symbolische Abgrenzung, die ihnen erlauben würde, am Schabbat auch außerhalb ihrer Wohnung beispielsweise Kinderwägen zu schieben. Die Kultusgemeinde hält dieses Engagement für “unnötig”.

Seibersdorfer Verhaeltnisse

In Österreichs renommiertem Austrian Research Center geben noch immer rechte Burschenschafter den Ton an. Wie lange noch, ist ungewiss. Wegen fortlaufender Malversationen bekommt nun der Staatsanwalt Post aus Seibersdorf.

Wenn Hitler ex geht

Rund 3.400 Menschen halfen während der Nazizeit, Juden in Österreich zu überleben. Edeltrud Posiles ist eine von ihnen. NU hat die 92-Jährige besucht und mit ihr über zweieinhalb Jahre Versteckspiel in der Wiener Neubaugasse gesprochen.

Arisierung als Mittel der Kriegsfinanzierung

Die Nazis transferierten geraubtes Vermögen der ermordeten Juden, eroberten Länder systematisch in ihre Staatskasse und finanzierten damit den Krieg. Der Historiker Götz Aly hat diesen bisher vernachlässigten Aspekt aufgearbeitet.

Narben auf der Seele

Die Historikerin Brigitte Ungar-Klein sucht nach Österreichern, die während der Nazi-Zeit Juden halfen, als U-Boote zu überleben. NU-Autor Michael Kerbler hat mit ihr über ihr Projekt gesprochen.

Die Überraschung von Darlinghurst

Von außen unscheinbar, innen sehr bemerkenswert. Professionell und freundlich geführt. Berührend, erzählend, erklärend. Das Sydney Jewish Museum ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Ask for Gerty

Die Wienerin Gertrud Jellinek entkam nur knapp, via Shanghai, dem Holocaust. Gerty ist eine von 200.000, die von den Nazis vertrieben wurden. Und ihre Story ist so einzigartig wie die Frau, die sie jede Woche im Sydney Jewish Museum erzählt.

Identität und Stil

Gibt es so etwas wie jüdische Architektur? Und wenn ja, was zeichnet sie aus? NU sprach mit dem Architekten Adolf Krischanitz, der die Neue Welt Schule und den Lauder Chabad Campus errichtet hat.

Dem Alsergrunde nach

Eine Initiative im neunten Bezirk hat die Geschichte der Juden recherchiert, die vor 1938 in der Servitengasse lebten. Aus dem kleinen Projekt ist ein großes Ganzes entstanden, das jetzt auch filmisch aufbereitet wurde.

Ich habe immer über den Tod geschrieben

In memoriam George Tabori, der im Juli dieses Jahres im 93. Lebensjahr starb, druckt NU erstmals ein Gespräch in voller Länge ab, das NU-Autor Thomas Trenkler vor zehn Jahren mit ihm führte.

Es war Widerstand, am Leben zu bleiben

Bald wird seine Geschichte als Hollywood-Film die ganze Welt berühren: NU hat Jack Kagan getroffen, der in einer versteckten Siedlung in den Wäldern des heutigen Weißrusslands gemeinsam mit 1.200 Juden den Vernichtungskrieg der Nazis überlebte.

Hotel Schlussstrich

Wellness als Vergangenheitsbewältigung: Wo früher Adolf Hitlers Berghof stand, genießen nun Touristen die Annehmlichkeiten des Inter Continental Berchtesgaden. Problematisch findet das kaum einer.

Schlamperte Verhältnisse

Der Zwiekommentar von Peter Menasse und Erwin Javor

Drei Rabbiner, mitten im Leben

Dritter und letzter Teil der NU-Serie über Rabbiner in Wien: Diesmal besucht unser Autor die aschkenasischen, also aus Mittel- und Osteuropa stammenden Juden, die nicht streng orthodox sind, und ihre drei sehr unterschiedlichen Rabbiner: Paul Chaim Eisenberg, Joseph Pardess und Jacob Biderman.

Rabbiner Chaim Eisenberg

„Ich bin modernorthodox. Ich neige sicherlich von meiner Natur her zum Maximum an Erleichterung.“