Jüdisches Magazin für Politik und Kultur

Rabbiner Schwartz

Schon auf der Straße hört man laute Gesänge, von allen Seiten strömen Juden mit Strejmel1, Bekische2, Bart und Pejes3 herbei, um in der Wohnung von Rabbiner Schwartz, mitten im 2. Bezirk, auf traditionell-chassidische Weise Purim&sup4; zu feiern. Es herrscht eine ausgelassene, feucht-fröhliche Stimmung. Purim ...

Die Nazis können sich die Hände reiben

Es ist ein brisantes Dokument, das der ehemalige Waldheim-Jäger Neal Sher vorlegt. Ex-Präsident Jimmy Carter hat 1987 für einen SS-Mann, dessen Morde an Juden bewiesen waren, interveniert. Warum er jetzt damit an die Öffentlichkeit gegangen ist, dass der Fall Waldheim auch seine gute Seite ...

Gusenbauers Geschichtsprogramm

Wie geht die Große Koalition mit dem historischen Erbe Österreichs um? Welche Museumsprojekte will sie vorantreiben? Das Regierungsprogramm gibt darauf wenig Antworten, die Prioritäten liegen eindeutig woanders.

Das war die schwerste Zeit meines Lebens

Leon Zelman über seine neue Hoffnungen für ein “Haus der Geschichte” unter einem sozialdemokratischen Kanzler, FPÖ-Chef Heinz-Christian Straches Bilderkrampf und die Zukunft seines Jewish Welcome Service.

Streit um arisierte Heiligenbilder

Der Industrielle Richard Neumann musste 1938 fliehen, seine Kunstsammlung wurde arisiert. Enkel Thomas Selldorff fordert nun von der Stadt Krems zwei Bilder zurück. Diese weigert sich – und lässt ein Gutachten anfertigen

Professor im Wunderland

NU traf den wissenschaftlichen Schirmherr der “Eliteuniversität” in Gugging, Haim Harari. Der ehemalige Präsident des Weizmann Instituts erklärt, warum er dem Projekt eine große Zukunft gibt und wie schnell er zum Kanzlerberater wurde.

Die Guten ins Töpfchen

Eine Projektgruppe um den Wiener Psychiater Ernst Berger untersuchte den Zustand der Jugendfürsorge in den dreißiger Jahren. NU traf den Forscher und erkundigte sich bei ihm auch, wie sich dieKinder- und Jugendarbeit in den Jahrzehnten danach entwickelte.

Bann gegen Holocaust-Leugner

Eine Vergangenheit, die nicht vergehen will, wird gern geleugnet. Ein gemeinsames Merkmal der Rechtsextremen in Europa ist, dass von ihnen die historische Tatsache der Shoa, des von den Nazis an den Juden verübten Genozids, gern in Abrede gestellt wird. Im Europäischen Parlament haben die ...

Ein Museum, das einen gefangen nimmt

Das Jüdische Museum in Berlin ist seit über fünf Jahren nicht nur ein Monument des Gedenkens, sondern auch Symbol für das historische Selbstverständnis der Berliner Republik. Ein Ort wie dieser fehlt in Wien.

Zu Hause oder im Exil?

Wie unterschiedlich Migrations-, Flucht- und Diasporageschichte erzählt werden kann, zeigt das Beispiel irakischer Jüdinnen und Juden in Israel. Nicht nur ihr Verhältnis zum Irak, sondern auch zu Israel ist von unterschiedlichen Narrativen geprägt. Vergangenheit und Gegenwart des Irak spiegeln sich darin ebenso wie der ...

Harvard liegt auch in Israel

Multinational, mit prominenten Vortragenden und einem hochpolitischen Anspruch: das „Interdisciplinary Center Herzliya“ will die kommende Elite Israels ausbilden. Warum das gelingen könnte.

Als Fünfjähriger im KZ

Die Verfolgung der ungarischen Juden im Zweiten Weltkrieg hat der Weltliteratur Meisterwerke wie “Roman eines Schicksallosen” von Imre Kertész und “Neun Koffer” von Béla Zsolt beschert. In diese Reihe stellt sich nun Peter Lantos mit seinen Lebenserinnerungen “Parallel Lines”, die er nach seiner Pensionierung ...

Interview mit Peter Lantos

Peter Lantos: Ich wollte über unsere Erlebnisse immer schon schreiben, aber nie als eine Art Exorzismus, um Dämonen der Vergangenheit zu bannen, denn diese habe ich nicht.

Wiederbelebung eines versunkenen Rundfunk-Universums

Die 1930er und 1940er Jahre kann man als das “Goldene Zeitalter” des jiddischen Rundfunks in den USA bezeichnen. Alles, was davon übrig blieb, sind etwa tausend Schallplatten. Sie erzählen eine faszinierende Geschichte über ein fast vergessenes Kapitel amerikanischer Kulturgeschichte, das jetzt umfangreich dokumentiert wurde.

In memoriam Gerhard Bronner

Um Gerhard Bronner war es nie still, aber doch stiller geworden. Möglicherweise hatte es ihn sogar geschmerzt, dass just sein 80. Geburtstag, den er am 23. Oktober 2002, unterstützt von Freunden und Weggefährten, mit einer fulminanten Gala im Konzerthaus feierte, die Gelegenheit bot, sich ...

Heimkehr der verlorenen Töchter

„Vienna’s Lost Daughters“ heißt der neueste Streifen der jungen österreichischen Filmemacherin Mirjam Unger. Sie erzählt die Geschichte von acht Frauen, die nach ihrer Vertreibung aus Wien in New York ihr neues Zuhause fanden.

Die Konferenz tanzt

Der Zwiekommentar von Peter Menasse und Erwin Javor

Des Kanzlers neue Kleider

»Hallo! Ist da jemand? André Heller und Co bitte aufwachen! Wieso spricht denn keiner von Euch die simple Wahrheit aus?«

Die Rabbiner von Wien

Mit dieser Ausgabe startet NU eine Serie über Rabbiner in Wien. Der erste Teil beschäftigt sich mit der streng-orthodoxen Gemeinde. Einige hundert Mitglieder leben in Wien, betreut werden sie von drei Rabbinern. Sie leben zurückgezogen und sind öffentlichkeitsscheu.

Rabbiner Lieb Grünfeldn

Rabbiner Leib Grünfeld, 55 Jahre alt, wurde in Wien als Sohn von “Reb Chaim” Grünfeld geboren und besuchte hier in den 1960er Jahren eine öffentliche Volks- und Hauptschule, ging dann in mehrere Jeschiwes, insbesondere auch in jene des Rabbiners Shmuel Halevi Wosners, einer der ...

Rabbiner Chaim Stern

69 Jahre alt, geht es derzeit gesundheitlich sehr schlecht, Sohn von Rabbiner Bezalel Stern, der bereits Rabbiner von “Machsikei Hadass” war. Dieser wurde anlässlich der Abspaltung von “Khal Israel”, ca. 1965 aus Melbourne (Australien) nach Wien geholt.