Jüdisches Magazin für Politik und Kultur

Aktenzeichen XY unerhört

Vom einst als Holocaust-Forschungsstätte von Weltrang geplanten Wiesenthal-Institut bleiben öffentlicher Zank, abgetretene Wissenschafter und eine staunende Öffentlichkeit. Wie ein Prestigeprojekt aufgrund persönlicher Machtkämpfe beinahe zerstört wurde.

Auschwitz war nicht als Erziehungsanstalt für Juden gedacht

Der neue israelische Botschafter in Wien, Aviv Shir-On, sprach mit NU über die Sehnsucht des ehemaligen Panzerfahrers nach Frieden in der Region, über Antisemitismus und Antizionismus als Brüder im Geist, und über seine Pläne in Österreich.

Ein Postzionist auf der Wiener Couch

Das Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog lud gemeinsam mit NU zu einem intimen Diskussionsabend mit Avraham Burg, Autor des umstrittenen Buches „Hitler besiegen“.

Im Westen nichts Neues

Der Vorarlberger FPÖ-Chef Dieter Egger hat den Beweis erbracht: Mit unverhohlenem Antisemitismus lassen sich in Österreich noch immer Wahlen gewinnen. Nun könnte er gar Bürgermeister der historischen Judenstadt Hohenems werden.

Das Leder des Lebens

Die ganze Welt trägt Taschen von Robert Horn, ganz Wien kennt den Mann, der in kurzen Hosen mit Sakko durch die Straßen eilt. NU erzählte er, wie er zum Leder kam, warum er nicht nach Israel reist und wer seine Waren kauft.

Die Flucht vor dem Wiener Ghetto

Ernst Eisenmayer, Jahrgang 1920, ging mit Erich Fried zur Schule, schaffte es aus Dachau und konnte nach London emigrieren. Er lebte später in Carrara, Amsterdam und Wien. Doch nun musste er die Stadt verlassen. Denn in das neue Altersheim im geplanten Gemeinde-Zentrum hinter dem ...

Mit Gott würfelt man nicht

Warum kommen ein katholischer und ein jüdischer Gelehrte zu unterschiedlichen Antworten, wenn sie darüber nachdenken, ob man das Unendliche mathematisch fassen kann?

Vom Spaß, der böse Jude zu sein

Maxim Biller hat ein schmales, autobiographisches Buch namens „Der gebrauchte Jude“ geschrieben. Wie immer sorgt er damit für ziemliches Aufsehen – zu Recht!

Klules, Flüche und der Schmock

Normalerweise verwenden Juden keine Schimpfwörter, sondern Flüche. Der Unterschied? Flüche sind ganze Sätze, meist Gleichnisse, die in wenigen Worten ganze Geschichten erzählen, und wirklich gute haben auch noch eine Pointe.

Winterfreuden mit Chremslach, Latkes, Kigl & Co.

Man kann verschiedener Meinung sein über Graupensuppe, Tscholent, mit Buchweizen-Grütze gefüllte Kohlrouladen, Lokschen-Kigl, gebackene Teigfleckerl mit Gänsegrammeln … Das ist nicht jedermanns Sache. Ja, aber mein Appetit ist groß, und ich fahre fort mit den Attraktionen der osteuropäischen jüdischen Küche.

Man kann nicht ewig auf Bajonetten sitzen

Avi Primor war lange Israels Vertreter in Deutschland, heute leitet er ein Universitätsinstitut, an dem Israelis, Palästinenser und Araber gemeinsam studieren. NU erklärt er, warum er glaubt, dass der Antisemitismus zurückgeht.

Israels Türöffnerin

Was tut Israel, damit es in der Welt verstanden wird? Zu sagen „Israel hat recht“ reicht nicht mehr aus. Miri Eisen gehört zur neuen Generation israelischer Sprecher, die das verstanden haben. NU hat sie getroffen.

Von der Koranschule zum Museum

Das vor einem Jahr eröffnete Jüdische Museum in Oslo arbeitet auf, was in Norwegen gerne vergessen wird. Etwa, dass es trotz der liberalen Grundausrichtung des Landes eine antisemitische Tradition gegeben hat.

Das Wunder von Washington blieb aus

Ende Juni 2009 befasste sich eine EU-Konferenz in Prag mit ungelösten Fragen der Restitution jüdischen Eigentums. Die Konferenz endete mit einem weitreichenden, aber rechtlich unverbindlichen Aktionsplan.

Hoffnungslos überbucht

Seit Kurzem haben wir auch eine Wohnung in Tel Aviv. Mir ist nicht ganz klar, ob ich dazu Ferien- oder Zweitwohnung sagen soll oder, Gott behüte, gar Alterswohnsitz. Egal. Vorläufig jedenfalls. Wenn man eine Wohnung renoviert, vieles neu baut, alles neu ausstattet, rechnet man ...

Anton Pelinka – ein Freund

Mein Vater pflegte immer dann, wenn über Menschen wie Anton Pelinka im Fernsehen berichtet wurde, den Zeigefinger triumphierend in die Luft zu strecken und auszurufen: „Oh! Ein anständiger Mensch!!“ Was meinte er damit? Aus seiner Sicht war es eine Seltenheit, wenn ein Nichtjude klare ...

Über das Kreuz, das die Kärntner mit den Juden zu tragen haben

Der Zwiekommentar von Peter Menasse und Erwin Javor

Ich möchte den Dialog suchen

Vom Newsroom ins Museum: Danielle Spera erzählt, warum ihr neuer Job als Direktorin des Jüdischen Museums die Krönung ihrer persönlichen Geschichte des Jüdisch-Seins ist und wie sie dem Wiener Judentum ein neues Gesicht geben möchte.