Jüdisches Magazin für Politik und Kultur

rubriken: Interview
  • SCHLAGWöRTer: 
  • ausgabe:  István Szabó | Nr. 18 (4/2004) - Kilsev 5765
  • Die Politiker sind die Kriminellen

    István Szabó, international angesehener Filmregisseur (“Mephisto”, “Oberst Redl”, “Ein Hauch von Sonnen -schein”, “Der Fall Furtwängler”), über Künstler in totalitären Systemen, den neuen Antisemitismus, seine krankhafte Liebe zu Österreich und Ungarn und die Liebe der Europäer zum amerikanischen Film.
    Von Danielle Spera

    NU: Durch Ihre Arbeit zieht sich ein Thema wie ein roter Faden: Künstler unter dem Druck totalitärer Macht. Anpassung oder Auflehnung, Kollaboration oder Widerstand? Warum ist gerade das Ihr Thema?

    Szabó: Das ist leider kein Zufall. Erstens habe ich in meinem Leben bis auf die letzten zehn Jahre alle möglichen totalitären Systeme erlebt. Als kleiner Bub den ungarischen Adolf Hitler – also Ferenc Szálasi -, später als Schulkind Josef Stalin, 1956 und die Zeit danach. Also mit totalitärer Macht umzugehen ist meine Muttersprache. Das ist traurig, aber so ist es. Es ist immer die Frage gewesen: Wie kommt man durch, wie lebt man so? Zweitens lebe und arbeite ich unter Künstlern, ich kenne daher sicher die alltäglichen Probleme von Künstlern besser, als ich die täglichen Probleme von Rechtsanwälten kenne. Die Filme sind sozusagen organisch durch meine Erlebnisse geprägt.

     

    NU: Wie sind Sie als Künstler im kommunistischen Ungarn damit umgegangen, als angesehener Filmregisseur, der in einem doch totalitären System arbeitet?

    Szabó: Ich hatte das Glück, dass ich die schlimmste Zeit, Hitler und Stalin, als Kind erlebt habe. Die Zeit nach 1956 habe ich sehr bewusst erlebt. Wir hatten ein paar schwere Jahre, während derer man wirklich vorsichtig sein musste, was man sagt, und aufpassen musste, mit wem man wie umgeht. Aber auf der anderen Seite hatte ich das Glück, in der Schule mit einer Gruppe von jungen Burschen zusammen zu sein, die einander geschätzt haben. Erst später haben wir erfahren, dass wir alle Juden sind. Wir hatten auch Lehrer, die uns geschützt haben. Daher war es für uns nicht so schlimm. Später, als ich angefangen habe, als Filmregisseur zu arbeiten, in den späten 60er Jahren, da war alles anders. Die kommunistische Diktatur ist lockerer geworden. „Gulaschkommunismus” ist der Begriff, den man dafür geschaffen hatte. Eine Art von operettenhaftem Kommunismus. Eine Fassade, schön gestrichen und dahinter nichts. Als ich mit meinem Film „Oberst Redl” begonnen hatte, wurde ich zum Kunststaatssekretär gerufen. Man meinte, es sei eine symbolische Geschichte über die Schauprozesse, was ja auch stimmte. Der Staatssekretär war sehr streng mit mir, er machte mir aber gleichzeitig mit Gesten verständlich, dass er nicht offen sprechen könne, weil das Gespräch abgehört wurde. Es war also evident, dass alles nicht so ernst zu nehmen sei.

     

    NU: „Der Fall Furtwängler” ist ein Paradebeispiel für das Thema. Ihr Film beschäftigt sich mit der Rolle des berühmten Dirigenten im nationalsozialistischen Deutschland. Die Schlussszene allerdings zeigen Sie zwei Mal. Furtwängler schüttelt Goebbels die Hand und wischt sie sich danach mit einem Taschentuch ab. Muss man das als eine Art Weißwaschung deuten?

    Szabó: Ich habe mir zur Vorbereitung auf den Film alles besorgt, was es über Furtwängler in den Archiven gab. Und da fand ich eine Totale, am Ende eines Konzerts von Furtwängler: Goebbels schüttelt Furtwängler die Hand und mir fiel etwas Ungewöhnliches auf. Furtwängler hatte etwas in der Hand, doch ich konnte nicht erkennen, was es war. Ich habe die Einstellung ins Kopierwerk geschickt und so oft vergrößern lassen, bis ich sehen konnte, was sich ereignet hatte. Furtwängler nimmt sein Taschentuch aus der Hosentasche und säubert sich damit gründlich die Hand, die er Goebbels geschüttelt hat. Ich denke, dass diese Szene vorher noch niemandem aufgefallen war. Man kann sich vorstellen, was passiert wäre, wenn ein Gestapo-Offizier diesen kleinen Moment entdeckt hätte. Es war vielleicht eine Aktion, die Furtwängler nur unbewusst gesetzt hat, aber es sagt sehr viel über ihn aus.

     

     

    NU: Wie sehen Sie den Fall Furtwängler?

    Szabó: Ich wollte eine Frage stellen: Wie beurteilen die Zuschauer Wilhelm Furtwängler? Ich möchte jedenfalls unterschiedliche Diktaturen nicht vergleichen. Obwohl es sehr modern ist, die Nazis mit den Kommunisten zu vergleichen, bin ich nicht bereit, das zu tun. Auch wenn die kommunistische Diktatur viele Opfer gefordert hat. Aber es gab das bewusste, ideologische, klare Ziel Völker auszuradieren nicht. Aber natürlich muss ich mir auch die Frage stellen, wie ich mich während der kommunistischen Zeit in Ungarn verhalten habe.

     

    NU: Wie kann man es akzeptieren, dass jemand in Nazi-Deutschland Kompromisse einging wie Furtwängler?

    Szabó: Ich möchte Furtwängler nicht weißwaschen. Ich sehe klar, dass er den Nazis gestattet hat, ihn als Schaufensterpuppe in die Auslage zu stellen. Ich habe einmal ein Interview mit Albert Speer gesehen. Er wurde gefragt, ob er sich schuldig fühle. Er antwortete spontan: „Ja, ich bin schuldig.” Allerdings begann er zu erklären, warum er schuldig sei. Und seine Erklärung war so intellektuell, dass ich es nie vergessen werde. Er sagte: „Ich fühle mich schuldig, weil ich nichts über die Konzentrationslager gewusst habe und nicht gewusst habe, was unsere Leute dort machen. Aber wahrscheinlich habe ich es nicht gewusst, weil ich es nicht wissen wollte. Deshalb fühle ich mich sehr schuldig.” Was für eine schmutzige intellektuelle Antwort. Wenn ich über Künstler in Diktaturen nachdenke, fällt mir immer diese Antwort ein: „Nein, wir wussten nichts, wir sind unschuldig, aber wir fühlen uns ein bisschen schuldig.”

     

    NU: Immer wieder hört man, dass Ihr Film „Ein Hauch von Sonnenschein”, eine herausragende Geschichte über eine ungarisch-jüdische Familie, autobiographische Züge trage, wenn auch sehr peripher. War die Geschichte Ihrer Familie auch so turbulent?

    Szabó: Ich spreche nicht gerne darüber, weil es sehr privat ist. Natürlich ist einiges, das ich zu Hause gehört habe, hineinverwoben, einige Charaktere sind Menschen nachempfunden, die ich persönlich gekannt habe. Aber das ist etwas sehr Intimes. Wenn dieser Film irgendwie ein bisschen gelungen ist, dann deshalb, weil einige Menschen realisiert haben, dass sie persönlich betroffen sind. Was meiner Familie passiert ist, ist Millionen Menschen geschehen. Ich habe versucht, persönliche Erlebnisse und Erfahrungen einfließen zu lassen, Elemente zu benützen, die in anderen Menschen Erinnerungen hervorrufen.

     

    NU: Der große Kampf zwischen Tradition und Assimilation, war das bei Ihnen zu Hause auch ein Thema?

    Szabó: Das ist ein großes Problem, das mich tief betrifft. Ich glaube, dass diese Art von Assimilation, wie in unserer Familie, ein großer Fehler war. Um es deutlich zu sagen: Wenn man die Wurzeln abschneidet, nur um sich anzupassen, nur weil man ein bisschen vorwärts kommen möchte, dann ist das ein ganz großer Fehler. Ich habe diesen Film gemacht, um zu zeigen: „Ja, es war ein Fehler, bitte wiederholt ihn nicht!”

     

    NU: Das heißt, Ihre Familie hat die Tradition schon früh aufgegeben?

    Szabó: Schon mein Großvater und sein Bruder haben in Wien studiert, einer wurde Arzt, der andere Rechtsanwalt. Sie haben sich tief und total von der Tradition emanzipiert, 1944 waren sie wirklich enttäuscht, als sie feststellen mussten, dass die Assimilation auch keine Rettung war. Alle wurden umgebracht, ob sie assimiliert waren oder nicht. Die Menschen, die überlebt haben, haben zufällig überlebt, wirklich rein zufällig.

     

    NU: Wie gehen Sie mit dem neuen Antisemitismus in Europa um, auch Ungarn ist ja nicht verschont geblieben.

    Szabó: Es ist deutlich zu spüren – überall in Europa. Durch den Irak-Krieg ist ein antiisraelisches Gefühl entstanden, das sich mit einer Art von Antisemitismus mischt. Das lässt sich nicht trennen. Krieg ist Krieg, aber es ist schlimm, dass dadurch wieder dieses Gefühl bei den Menschen da ist. In Frankreich ist es am allerschlimmsten, allerdings gibt es dort noch den Lichtblick, dass die französische Regierung lautstark und sehr bewusst dagegen ankämpft. In den meisten anderen Ländern schweigen die Politiker.

     

    NU: Was kann man gegen den neuen Antisemitismus unternehmen? Haben Sie das Gefühl, dass Sie mit Ihrer Arbeit etwas bewegen können?

    Szabó: Es ist eine Krankheit, eine seelische Krankheit. Es geht nicht nur um Antisemitismus, es geht um den Wunsch, einen Feind zu haben, wenn es einem schlecht geht. Es ist so einfach, einen Feind zu erfinden, wenn man etwas nicht schafft, weil man vielleicht ein bisschen weniger engagiert war. Es ist so viel einfacher, als sich in den Spiegel zu schauen und zu sagen: „Ja, ich war faul oder ich habe etwas falsch gemacht.” Es ist viel leichter zu sagen: „Ja, die Juden sind schuld, oder die Zigeuner, die Italiener, die Fahrradfahrer, wer auch immer.” Ein Feind muss her. Schlimm sind allerdings die Politiker. Sie nützen diese Emotionen aus. Nicht deutlich und laut, aber trotzdem bewusst. Denn sie wissen, dass es so einfacher ist, die Menschen hinter sich zu scharen. Also die Kriminellen in Europa heute sind die Politiker. Die Politiker, die versuchen mit Zweideutigkeiten Massen zu finden. Da es nicht erlaubt ist, deutlich zu sein, machen sie es eben zweideutig. Genauso kriminell sind übrigens die Politiker, die schweigen. Jene, die sagen, ich mische mich nicht ein. Verzeihen Sie, dass ich bei diesem Thema emotional werde, aber da kann ich nicht anders.

     

    NU: Ist Israel sozusagen als „Gelobtes Land” für Sie ein Thema?

    Szabó: Ich glaube nicht. Ich bin einfach total mitteleuropäisch, ich fühle mich in Budapest und in Wien geradezu krankhaft wohl. Obwohl mich viele Menschen fragen, was willst du in diesem Museum? Ich liebe Museen. Es ist so emotional, allein wenn ich eine Fassade hier anschaue, da kommen so viele Erinnerungen hoch.

    NU: Sind Sie als Künstler aufgefordert, politisch Stellung zu beziehen?

    Szabó: Ja, absolut, aber in meiner Arbeit. Ich finde es sehr gefährlich, wenn ich mich als Privatperson über Politik äußere, denn dann verliere ich eine gewisse Objektivität, die Objektivität, die mein Publikum von mir erwartet. Ich möchte Leute ins Kino bringen, ich möchte, dass sie ohne Vorurteile hineingehen. Menschen, die sich „Furtwängler”, „Sunshine” oder „Mephisto” anschauen, ohne zu wissen, welche politische Anschauung hat István Szabó. Für Menschen, die Kunst als gesellschaftliche Meinung benützen wie ich, ist es verboten, sich politisch zu äußern. Entweder möchte ich Ministerpräsident sein oder nicht. Ich möchte nicht. Bitte schauen Sie sich meine Filme an und dann bilden Sie sich selbst über meine Charaktere eine Meinung. Ich glaube, dann fühlen Sie es. Ich brauche keine Fahne hochhalten, auf der meine Überzeugung steht. Wer meine Arbeit sieht, kann das beurteilen.

     

    NU: Ihr neuester Film ist eine Komödie: „Being Julia”. Welche Bedeutung hat das nun, wenn Sie jetzt ein Werk ohne politische Botschaft schaffen?

    Szabó: Es gibt auch hier eine politische Botschaft, aber sie ist sicher schwerer zu fassen. Dieser Film beginnt mit dem Schriftzug, „London 1938″, also er spielt genau in der Zeit, in der „Mephisto” spielt. Er spielt genau wie „Mephisto” in einem Theater, der Hauptcharakter will genau wie Mephisto ein Publikum verführen, alles ist wie bei „Mephisto”. Nur bei „Mephisto” wollte der Schauspieler in Hitlers Gesellschaft durchkommen. Die Charaktere in meinem neuen Film leben gut, sie leben auf einer Insel, sie haben kein Interesse an dem, was um sie herum passiert. Sie leben in derselben Zeit, haben dieselben Wünsche, dieselben Träume, es ist dieselbe Theaterwelt, alles ist gleich. Wenn man allerdings in einem „falschen” Land geboren wird, muss man damit rechnen, später von Moralisten zur Verantwortung gezogen zu werden. Die Menschen auf der Insel haben nur ein einziges Problem, nämlich: Wer soll mein nächster Liebhaber sein? Sie werden nie beurteilt werden von jenen, die moralische Fragen stellen. Ihnen stellt man vielleicht andere Fragen: Schon wieder ein Liebhaber, das ist schlimm, wird die Tante sagen, aber das ist es. Wenn ein wirklich begabter Schauspieler 1938 in Deutschland gelebt hat, dann war er mit dem Hitler-Regime konfrontiert, wenn dieser Schauspieler in Rom auf der Bühne stand, dann war es Mussolini, in Madrid Franco. Wenn er jedoch in London geboren wurde, dann bekam er einen Empfang im königlichen Haus. Ja, das ist Zufall. Und dann kommen die moralischen Fragen: „Warum haben Sie Hamlet gespielt unter Hitler?” „Ja, weil ich dachte, es sei meine Rolle.” „Aber Sie waren ein Propagandamittel für Hitler.” „Aber es war Shakespeare.” „Ja, aber wann und wo …?” Wir müssen mit diesen Fragen rechnen. Es wäre wunderbar, „Mephisto” und „Being Julia” nebeneinander aufführen zu lassen. Die Menschen wären erstaunt.

     

    NU: Immer wieder machen Sie darauf aufmerksam, wie weit das europäische und das amerikanische Kino voneinander entfernt sind.

    Szabó: Man kann es kaum glauben, die Amerikaner produzieren 600, die Europäer hingegen 800 Filme im Jahr, nur haben wir keinen Filmverleih und daher keine Möglichkeiten, unsere Filme in großem Stil zu zeigen. Außerdem liebt unser Publikum unsere Filme nicht und da stellt sich die Frage: Warum? Vor 20 Jahren waren alle Kinos voll mit französischen, italienischen und schwedischen Filmen. Jetzt, wenn Sie in der Innenstadt ein Kino finden, das einen französischen Film zeigt, haben Sie Glück. Sogar die so genannten Kultfilme kommen aus den USA, wie z. B. die Filme von Jim Jarmusch. Unser Publikum liebt unsere Helden nicht. Es hat die Nase voll von unseren Geschichten.

     

    NU: Aber das ist doch die totale Diskrepanz, die Europäer sind doch derzeit sehr antiamerikanisch eingestellt?

    Szabó: In intellektuellen Kreisen ja, aber ins Kino geht man, um sich wohl zu fühlen. Antiamerikanismus hin oder her, jeder Universitätsprofessor, der etwas auf sich hält, hat Jeans und Sneakers an, oft auch eine Baseballmütze auf, um sich den Studenten zu verkaufen. Sie tragen die Fahnen gegen Amerika und sind total amerikanisch angezogen und in der Tasche steckt eine Flasche Coca-Cola.

     

    NU: Warum liebt das europäische Publikum also die europäischen Filme nicht?

    Szabó: Ich glaube, weil unsere Erlebnisse und Erfahrungen so schlimm sind, also die Erlebnisse unserer Eltern, Großeltern und unsere eigenen. Unsere Geschichten handeln immer von Verlierern. Die Zuschauer aber wollen Sieger sehen. Doch den Sieg darf man nicht vom Filmemacher erwarten. Es wäre schön, das in der Politik zu finden. Aber Politik ist schwierig, denn wenn man sich die Politik anschaut, dann sieht man überall Korruption, man sieht lauter korrupte Politiker, vom italienischen Premier angefangen. Viele machen kleinbürgerliche Schweinereien, die ein normaler, gesunder Mensch nie tun würde. Wie können wir erwarten, dass junge Menschen diesen Politikern folgen? Wie kann ich da europäische Geschichten erzählen, soll ich über diese Korruption erzählen, als positives Beispiel?

     

    NU: Wie war es dann aber möglich, dass die jüdischen Emigranten im Hollywood der 30er und 40er Jahre so wunderbare Filme machen konnten, denken wir nur, Pars pro Toto, an Ernst Lubitsch oder Billy Wilder? Sie hatten doch auch ihre europäische Geschichte?

    Szabó: Nach dem Ersten Weltkrieg war es sehr schlimm, der Zusammenbruch der Monar chien Österreich-Ungarn, Deutschland und Italien, aber dennoch war das nicht vergleichbar mit Auschwitz und mit all dem, was wir dann im 20. Jahrhundert erlebt haben. Der Erste Weltkrieg war sicher sehr schlimm. Einer der schönsten europäischen Romane handelt davon: „Der brave Soldat Schwejk”. Auschwitz und Ähnliches konnte man nicht lustig darstellen.

     

    NU: Jetzt kann die Frage nach Roberto Benigni und seiner filmischen Umsetzung von Auschwitz, „Das Leben ist schön”, nicht ausbleiben.

    Szabó: Diese Frage habe ich jetzt auch erwartet. Lassen Sie mich darüber aber bitte nicht sprechen!

     

     

    INFO

    István Szabó

     

    Geboren am 18. Februar 1938 in Budapest. Vier seiner Filme wurden für einen Oscar nominiert (CONFIDENCE, MEPHISTO, OBERST REDL, HANUSSEN). 1981 wurde MEPHISTO mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. 1986 erhielt er für OBERST REDL den Preis für den besten fremdsprachigen Film der British Academy of Film and Television Arts. 1992 wurde DEAR EMMA – SWEET BÖBE mit dem europäischen Filmpreis und dem europäischen Drehbuchpreis ausgezeichnet, ein Preis, den Szabó 1999 ein weiteres Mal, diesmal gemeinsam mit Israel Horowitz, für SUNSHINE erhielt. 2002 drehte er TAKING SIDES (Der Fall Furtwängler). Sein neuester Film BEING JULIA mit Jeremy Irons und Annette Bening hatte im Oktober Premiere. Szabó ist auch Theater- und Opernregisseur. István Szabó war Gründungsmitglied der Europäischen Filmakademie und ist seither in deren Vorstand.

    Danielle Spera
    Das NU-Gründungsmitglied ist Direktorin des Jüdischen Museums Wien. Davor war sie ORF-Journalistin und Moderatorin. Sie studierte Publizistik- und Politikwissenschaft.
    Danielle Spera

    Neueste Artikel von Danielle Spera (alle ansehen)